Hallo! Ich bin hier gelandet, weil ich einfach mal anonym mein Herz ausschütten wollte und mich austauschen möchte.
Ich habe das Problem, wie im Betreff schon geschildert, dass ich mich momentan überfordert, ausgelaugt, irgendwie verwahrlost fühle.
Eigentlich läuft bei mir alles nach Plan, endlich. Bin seit Anfang des Jahres wieder mit meinem Freund zusammen, nachdem ich lange um ihn gekämpft habe. Wir wohnen auch zusammen und für mich steht fest, dass ich mein Leben mit ihm verbringen will.
Ich habe dieses Jahr einen großen Traum erfüllt und mir ein Pferd gekauft. Ich habe mir das lange Zeit so sehr gewünscht, und war lange sehr unglücklich darüber, dass ich nie die Möglichkeit dazu hatte (finanziell).
Doch jetzt ist es so, dass ich mir eingestehen muss, dass ich überfordert bin. Das Pferd hat Mauke (entzündete Stellen an den Füßen) seit es bei mir ist. Ist nicht wirklich was Schlimmes, viele Pferde haben das, kommt bei ihm wahrscheinlich vom Stallwechsel. Nichts desto trotz bekomme ich es nicht in den Griff, bin jeden Tag mindestens 2 Stunden im Stall neben der täglichen Arbeit mit ihm beim Pflegen und Behandeln und tun (und beim TA Rechnungen zahlen) Und ich bin frustriert weil nix hilft. Ich setzte mich ständig unter Druck, ich will da alles richtig machen. Wenn generell mal was nicht so läuft so wie ich es mir vorstelle, verliere ich schnell die Nerven und bin frustriert, schäme mich vor Stallkollegen weil ich Angst habe, dass sie schlecht über mich Reden, meine Kompetenz in Frage stellen. Ständig habe ich das Gefühl, dass sie mich be- und verurteilen. Dass sie mich auslachen, dass sie mir das gönnen, das er (das Pferd) diese Krankheit hat.
Ich will hier nicht die Krankheit meines Pferdes diskutieren, sondern meine Art, damit umzugehen. Es dreht sich alles nur noch um das Tier, ich stecke sehr viel Geld und Aufwand da rein. Dabei bin ich oft gereizt meinem Freund gegenüber, bin oft traurig und unzufrieden und frage mich, ob es die richtige Entscheidung war. mir fällt es schwer, das einfach zu genießen, dass endlich mein Traum wahr geworden ist. Ich konzentriere mich nur auf die schlechten Dinge. Ich komme gar nicht mehr zu Ruhe, ich weiß gar nicht mehr wie es geht, sich zu entspannen, nichts zu denken, einfach abzuschalten. Nichts tun ist schlimm für mich. Ich kann nicht herumsitzen und nichts tun, ich habe ständig das Gefühl dass mir die Zeit davon rennt, ich aber das und das und das auch noch machen muss.
Wenn wieder mal der Haushalt drunter leidet, weil wir ja beide Vollzeit arbeiten und viel zu tun haben (ich mit dem Pferd und er beim aktuellen Umbau) mache ich mir Vorwürfe und fühle mich schlecht, dass ich nicht mal das auf die Reihe bringe. Ich vergleiche mich ständig mit anderen, in jeder Beziehung. Dabei kommen mir die anderen alle "besser" vor als ich. Ich reagiere sehr schnell über, fasse vieles als Angriff auf meine Person auf, das fällt mir aber erst im Nachhinein auf.
Sind wir in der Gesellschaft der Familie meines Freundes, bin ich sehr zurückhaltend und bringe fast kein Wort heraus. Fasse auch da viele Aussagen als persönlichen Angriff auf mich auf. Mache mir Gedanken was die über mich denken, bilde mir ein, dass sei eine schlechte Meinung von mir haben. Bin ich allerdings bei meiner Familie, blühe ich richtig auf, fühle mich wohl, bin fröhlich.
Ich war früher eigentlich ein ganz andere Mensch. Ich konnte Dinge nicht so tragisch nehmen, habe immer auf "Das wird schon alles gut gehen" vertraut, hatte so ein Urvertrauen in mich selbst und das Leben. War locker, mir war egal was andere von mir denken.
Mit mir selbst und dem Leben überfordert
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Aurora1990
Thread-EröffnerIn - neu an Bo(a)rd!

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Wann begann sich das denn zu ändern?Aurora1990 hat geschrieben: Ich war früher eigentlich ein ganz andere Mensch. Ich konnte Dinge nicht so tragisch nehmen, habe immer auf "Das wird schon alles gut gehen" vertraut, hatte so ein Urvertrauen in mich selbst und das Leben. War locker, mir war egal was andere von mir denken.
Das Beste, was du für einen Menschen tun kannst, ist nicht nur deinen Reichtum mit ihm zu teilen, sondern ihm seinen eigenen zu zeigen.
Benjamin Disraeli
Benjamin Disraeli
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Aurora1990
Thread-EröffnerIn - neu an Bo(a)rd!

, 24 - Beiträge: 2
Schwer zu sagen... Ich glaube seit ich mit meinem Freund die Beziehungspause von fast einem Jahr hatte. In dieser Zeit ging es mir ganz schlecht, ich wusste nicht wo ich hingehöre, habe keinen Sinn mehr in allem gesehen. In dieser Zeit ist auch sehr viel passiert, was mich bewegt und aufgewühlt hat.hope_81 hat geschrieben:Wann begann sich das denn zu ändern?Aurora1990 hat geschrieben: Ich war früher eigentlich ein ganz andere Mensch. Ich konnte Dinge nicht so tragisch nehmen, habe immer auf "Das wird schon alles gut gehen" vertraut, hatte so ein Urvertrauen in mich selbst und das Leben. War locker, mir war egal was andere von mir denken.
Weißt, mir fällt es sehr schwer anhand deiner Zeilen etwas dazu zu sagen. Ich denke es wäre vielleicht ganz gut, wenn du mal mit einem Therapeuten oder so darüber sprichst.
Klar, aktuell geht es um dein Pferd und die damit verbundenen Gefühle und Gedanken, aber da steckt ja wahrscheinlich etwas viel tiefergehendes dahinter.
Mauke ist schon sehr hartnäckig und ich kann mir eigentlich nicht vorstellen, dass die anderen Mädels dich deswegen verurteilen. Will aber deine Wahrnehmung auch nicht in Zweifel ziehen.
Auch die Vergleiche mit anderen sind ja nicht außer Acht zu lassen, gerade weil du immer schlecht dabei wgzukommen scheinst.
Es sind ja doch ein paar mehr Probleme. Ganz vorne weg wahrscheinlich ein schlechtes Selbstbewusstsein/bSelbstwert.
Klar, aktuell geht es um dein Pferd und die damit verbundenen Gefühle und Gedanken, aber da steckt ja wahrscheinlich etwas viel tiefergehendes dahinter.
Mauke ist schon sehr hartnäckig und ich kann mir eigentlich nicht vorstellen, dass die anderen Mädels dich deswegen verurteilen. Will aber deine Wahrnehmung auch nicht in Zweifel ziehen.
Auch die Vergleiche mit anderen sind ja nicht außer Acht zu lassen, gerade weil du immer schlecht dabei wgzukommen scheinst.
Es sind ja doch ein paar mehr Probleme. Ganz vorne weg wahrscheinlich ein schlechtes Selbstbewusstsein/bSelbstwert.
Das Beste, was du für einen Menschen tun kannst, ist nicht nur deinen Reichtum mit ihm zu teilen, sondern ihm seinen eigenen zu zeigen.
Benjamin Disraeli
Benjamin Disraeli
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Du legst auffallend viel Wert auf die Meinung anderer, so wie es sich hier liest. Das zeugt von Selbstunsicherheit, aber auch von anerzogenem Wohlverhalten. Ist das so?
Zum Pferd: Dass sich erfüllte Wünsche anders darstellen können als vorher in Gedanken bzw. dass man dafür auch schon mal einen anderen Preis bezahlen muss als den Geldwert, ist ja bekannt.
Du bist aber nicht daran gebunden, sondern kannst es wieder ändern, brauchst ggf. nur Mut für diese Entscheidung. Steh zu Dir, und denk dran, es ist DEIN Leben. Nicht die anderen leben es, auf deren Meinung Du so viel Wert legst, sondern DU. Deshalb ist es auch gleichgültig, was andere dazu meinen. Du musst mit Dir zurechtkommen, dann passt es schon.
Zum Pferd: Dass sich erfüllte Wünsche anders darstellen können als vorher in Gedanken bzw. dass man dafür auch schon mal einen anderen Preis bezahlen muss als den Geldwert, ist ja bekannt.
Du bist aber nicht daran gebunden, sondern kannst es wieder ändern, brauchst ggf. nur Mut für diese Entscheidung. Steh zu Dir, und denk dran, es ist DEIN Leben. Nicht die anderen leben es, auf deren Meinung Du so viel Wert legst, sondern DU. Deshalb ist es auch gleichgültig, was andere dazu meinen. Du musst mit Dir zurechtkommen, dann passt es schon.
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peppermint patty
- [nicht mehr wegzudenken]
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, 80 - Beiträge: 1928
So wie ich es sehe bist du noch recht jung. Lernst gerade Verantwortung für dich und dein Leben zu übernehmen. Deine eigenen Weg zu finden. Hinzu kommt ein Tier für welches du auch Verantwortung tragen musst. Das kann schon manchmal ganz schön schwer sein.
Vielleicht suchst du dir ein wenig Unterstützung was das Pferd betrifft, vielleicht eine Reitbeteiligung. Oder geht das nicht mit Mauke? Kenn mich da nicht aus.
Gut wäre aber auch mal ein bisschen zu entspannen. Und vielleicht versuchst du das eine oder andere mal deine Ängste bzgl. dem Gerede anderer Leute zu überprüfen. Ich denke nämlich, dass diese Sorgen unbegründet sind.
Vielleicht suchst du dir ein wenig Unterstützung was das Pferd betrifft, vielleicht eine Reitbeteiligung. Oder geht das nicht mit Mauke? Kenn mich da nicht aus.
Gut wäre aber auch mal ein bisschen zu entspannen. Und vielleicht versuchst du das eine oder andere mal deine Ängste bzgl. dem Gerede anderer Leute zu überprüfen. Ich denke nämlich, dass diese Sorgen unbegründet sind.
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