Druck in der letzen Therapiestunde

Haben Sie bereits Erfahrungen mit Psychotherapie (von der es ja eine Vielzahl von Methoden gibt) gesammelt? Dieses Forum dient zum Austausch über die diversen Psychotherapieformen sowie Ihre Erfahrungen und Erlebnisse in der Therapie.
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Louna
[nicht mehr wegzudenken]
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weiblich/female, 43
Beiträge: 1158

Beitrag Mo., 03.11.2025, 13:05

Liebes Schnabeltier,

leider muss man sich manchmal von jemandem trennen an den man sich so sehr gewöhnt hat, dass es auch richtig schmerzt.
Gerade wenn die aktuelle Therapeutin in absehbarer Zeit nicht mehr verfügbar ist, ist es mehr als nur schwer sich das irgendwie gestalten zu könne, denn das verstehe ich sehr sehr sehr gut!
Gut dass Du Dich entschieden hast mal ein Erstgespräch auszumachen bei jemand Anderem.

Ich sehe es auch so, das Therapie etwas "halt gebendes" sein sollte für eine begrenzte Zeit und stimme Dir da auch zu.
Hoffentlich findest Du jemanden der zu Dir passt und wo die Reise weiter gehen kann, ohne wieder von vorn anfangen zu müssen!

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Thread-EröffnerIn
schnabeltier900
sporadischer Gast
sporadischer Gast
weiblich/female, 32
Beiträge: 24

Beitrag Sa., 21.03.2026, 05:36

Hi :-)

Ich wollte hier mal wieder schreiben, auch weil ich dachte, vielleicht hilft es anderen Leuten mit Sprachproblemen. Ich bin damals zum Erstgespräch gegangen und es lief sehr gut. Mit meiner damaligen Therapeutin habe ich dann den Wechsel vorbereitet, sie hat mir da super geholfen. Das innerliche Gefühl, dass es mit ihr zu wenig passt, war richtig. In der letzten Stunde mit ihr hat sich herauskristallisiert, dass wir absolut nicht die selbe Vision hatten - auch wenn ich trotzdem froh bin, dass sie mir so geholfen hat.

Bei meiner neuen Psychologin bin ich seit diesem Jahr und mache eine enaktive Traumatherapie nach Ellert Nijenhuis. Und ich merke einfach einen deutlichen Unterschied. Ich schweige immernoch viel, aber ich fühl mich in jeder Stunde gesehen und in den Mittelpunkt gesetzt. Selbst bei Themen wie "Ich find Therapie eigentlich doch total blöd" hatte ich nie das Gefühl, dass sie sich nicht auf mich konzentriert. Defacto passt es so gut, dass es in mir echte Angst auslöst. Auch darüber konnte ich zumindest oberflächlich mit ihr reden - für mich ist allein das Ansprechen schon etwas sehr schwieriges gewesen. Sie emuntert mich regelmäßig auch Emails zu schreiben, wenn ich so etwas mitteilen will.

Besonders gut finde ich, wie sie meine Grenzen respektiert und mir nicht das Gefühl gibt, ich wäre zu langsam. Und vor allem kommuniziert sie klar und direkt, das hilft mir extrem. Es gab kleinere Dinge, die mich gestört hatten. Aber nach dem Ansprechen hatte ich auch das Gefühl, dass sie darauf aktiv achtet und es ist bis jetzt nicht wieder passiert. Mir ist bewusst, dass es in der Zukunft punktuell auftreten kann - immerhin sind wir alle Menschen.

Ich konnte auch inn den letzten ca. 2 1/2 Monaten ein paar kleine Sachen ändern und auch für mich wichtige Aufgaben angehen. Ich hab einfach das Gefühl, dass sie mir helfen könnte und das sie mir auch jetzt gerade bis zu einem gewissenn Grad hilft.

Ich möchte damit einfach nur mitteilen, dass Probleme mit dem Sprechen bei einer passenden Therapeutin / Psychologin kein großes Hindernis sein müssen - auch wenn das vielleicht von manchen so vermittelt wird. Außerdem bringt dran bleiben tatsächlich etwas, auch wenn eine Pause zwischen Therapien gut tun kann.

Und wollt mich auch einfach mal bedanken für euren Input, der hat mir auch geholfen diese Situation besser zu navigieren :red:

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