Psychotherapie über eine wissenschaftliche Studie?

Haben Sie bereits Erfahrungen mit Psychotherapie (von der es ja eine Vielzahl von Methoden gibt) gesammelt? Dieses Forum dient zum Austausch über die diversen Psychotherapieformen sowie Ihre Erfahrungen und Erlebnisse in der Therapie.
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Pyrbaut
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Psychotherapie über eine wissenschaftliche Studie?

Beitrag Mi., 24.03.2010, 16:10

Hallo,

ich habe die Möglichkeit, eine kostenlose Psychotherapie im Rahmen einer wissenschaftlichen Studie der Universität zu bekommen. Hierfür wurden Probanden gesucht. Hat jemand damit ERfahrung? Es hört sich ganz interessant an, aber ich habe die Befürchtung, dass dort nicht individuell auf mich eingegangen wird, da 2 verschiedene Therapieverfahren getestet werden. Oder sollte ich es probieren? IM Vorfeld werden sowieso wohl noch etliche Testungen gemacht, ob die Therapie überhaupt geeignet ist.

Pyrbaut

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metropolis
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Beitrag Mi., 24.03.2010, 16:18

Hallo Pyrbraut,

Erfahrungen habe ich mit sowas nicht, aber ich persönlich wäre nur experimentierfreudig, wenn mein Problem, wegen dem ich eine Therapie machen machen will, nicht allzu belastend und dringend ist. Also, bei akuten Krisen würde ich davon Abstand nehmen und mir etwas Bewährtes suchen.
Wie gehts dir denn im Moment? Hast du ein akutes Problem? Weshalb möchtest du eine Therapie beginnen?

LG

metro
"Ja und dann? Weißt du nicht mehr? Wenn ich und du nicht gekommen wären und den kleinen Häwelmann in unser Boot genommen hätten, so hätte er doch leicht ertrinken können!"

Theodor Storm

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Pyrbaut
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Beitrag Mi., 24.03.2010, 16:32

Hallo,

ich mache bereits Therapie, aber die alleine ist nicht ausreichend. Wurde mir auch von der Thera gesagt. Deshalb meine Überlegung zweigleisig zu fahren. Das kann sicher auch verwirren, aber ich denke, dass ich es trennen kann und ich ganz verschiedene Themen in den jeweiligen Therapien bearbeiten kann.

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Elena
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Beitrag Mi., 24.03.2010, 16:54

Hallo,

zwei Therapien parallel laufen zu lassen, halte ich für eine ganz schlechte Idee!
Pyrbaut hat geschrieben:ich mache bereits Therapie, aber die alleine ist nicht ausreichend. Wurde mir auch von der Thera gesagt.
Dann brauchst Du eine andere zusätzliche Hilfe, aber nicht nochmal die gleiche Form.
Wenn Deine Therapeutin sagt, die Therapie alleine ist nicht ausreichend, dann frage doch sie am besten, was sie für sinnvoll hält. Meint sie vielleicht eine stationäre/teilstationäre Aufnahme?

LG Elena

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ENA
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Beitrag Mi., 24.03.2010, 20:55

Hallo Pyrbaut!

Ich stimme da Elena ziemlich zu. Auch ich bin skeptisch, bei einer parallel laufenden Therapie zur anderen, es sei denn, es verhält sich, wie in einer Klinik. Da hat man ja eh mehrere Therapeuten zusammen, allerdings stehen die auch im regelmäßigem Austausch miteinander...und das wird im Falle der Idee mit der wissenschaftlichen Studie zu Deiner normalen Therapie wohl kaum in dem Maße möglich sein.

Ich würde auch mit der Therapeutin nochmal sprechen. Manchmal ist es nämlich auch so, dass sich solche "Doppeltherapien" gegenseitig behindern,...denn der eine Therapeut kann ja nie auf dem gleichen Stand sein, wie der andere,...kann also auch nicht auf das, was bei dem anderen gelaufen ist, hin, intervenieren.
...Es kann passieren, dass man nicht mehr weiß, was man welchem Therapeuten gesagt hat, man kann in die Zwickmühle geraten, zwischen "der eine Threrapeut hat das gesagt, der andere aber das"...und es kann passieren, dass man mit dem einen Therapeuten Streß bekommt und das dann zwangsläufig auch in die Therapie mit dem anderen Therapeuten hinein wirkt... .
Von daher würde ich einfacherheitshalber lieber nur eine einzige Therapeutin vorschlagen oder sich wirklich mal zu überlegen, in eine (Tages)-Klinik zu gehen...oder zumindestens im Rahmen einer zusätzlichen Selbsthilfegruppe Unterstützung zu holen.

Ich wünsche Dir alles Gute,

liebe Grüße, ENA!

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carö
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Beitrag Fr., 26.03.2010, 11:03

hallo pyrbaut,
ich habe die Möglichkeit, eine kostenlose Psychotherapie im Rahmen einer wissenschaftlichen Studie der Universität zu bekommen.
ist dem studienleiter denn bekannt, dass du bereits in einer therapie bist? ich kann mir ehrlich gesagt kaum vorstellen, dass du eine geeignete probandin wärst, weil es durch die doppeltherapie auch zu einer verzerrung der ergebnisse kommen würde. man könnte die effekte, sofern es sie gibt, nicht der jeweiligen maßnahme, der du dich innerhalb der studie unterziehst, zurechnen.

ansonsten haben die vorschreiberinnen ja auch die bedenken bezüglich doppeltherapie geäußert. das sehe ich genau so. wenn du mehr unterstützung brauchst, dann ist sicherlich deine thera die erste und beste ansprechpartnerin dafür.

alles gute für dich!
carö
Es ist krass, was man erreichen kann, wenn man sich traut. (Aya Jaff)


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Beitrag Mi., 15.03.2017, 11:09

Hallo,
ich kann den obigen Beiträgen nur zustimmen. Es ist nicht sinnvoll zwei Therapien parallel laufen laufen zu lassen.
Ansonsten unterscheidet sich eine Therapie im Rahmen einer Studie häufig nicht besonders von einer "gewöhnlichen" Therapie.
Bei uns am Institut wurden vor zwei Jahren auch zwei therapieformen zur Depression gegeneinander getestet. Den Patienten wurde mit beiden Programmen nachweislich geholfen.
In solchen Studien wird meistens auch nicht geprüft, ob ein Programm funktioniert, sondern ob ein neues besser ist als ein bereits Existierendes.
Ich hoffe ich konnte helfen.
Alles Gute!

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