Therapie destabilisiert zunehmend – Passungsproblem?
Therapie destabilisiert zunehmend – Passungsproblem?
Ich schreibe hier, weil ich unsicher bin, wie ich meine aktuelle Therapiesituation einordnen soll, und mir eine sachliche Außenperspektive helfen würde.
Ich bin seit längerer Zeit in ambulanter Psychotherapie. Ursprünglich war die Therapie traumabezogen (Kindheitstrauma), im Verlauf kamen Depressionen, Ängste, Panik und ausgeprägte körperliche Symptome hinzu.
Meine frühere Therapeutin hat die Praxis verlassen; der Wechsel zur aktuellen Therapeutin war organisatorisch bedingt, nicht freiwillig.
Körperlicher Krampf und spätere Reaktion der Therapeutin
In einer früheren Sitzung, in der es um meine Kindheit ging, kam es bei mir zu einem starken körperlichen Krampf (ausgeprägte Muskelverkrampfung, spastisch, mit Kontrollverlust).
Die Therapeutin hat das in dem Moment nicht bemerkt.
Ich habe mich dafür sehr geschämt und viel Überwindung gebraucht, dieses Thema erst in einer späteren Sitzung erneut anzusprechen.
Als ich es dann aufgegriffen habe und geschildert habe, was da körperlich passiert ist, sagte sie sinngemäß: „Das kann ich nicht sehen.“
Das wurde für mich nicht weiter eingeordnet oder aufgefangen, und es blieb offen, wie wir künftig mit solchen körperlichen Überreaktionen oder Flashbacks umgehen könnten.
Aktuelle Sitzung
In der aktuellen Sitzung habe ich dieses Thema erneut angesprochen und erklärt, wie schwer es mir gefallen ist, davon zu erzählen, und wie allein gelassen ich mich damals gefühlt habe.
Als Reaktion darauf sagte meine Therapeutin: „Ich weiß nicht, was ich dazu sagen soll.“
Auch diesmal folgte keine Einordnung, kein Nachfragen und kein gemeinsames Überlegen, wie wir künftig mit solchen körperlichen Reaktionen oder Flashbacks umgehen könnten.
Suizidgedanken, Panik, Überforderung
Zusätzlich habe ich ihr bereits in früheren Sitzungen von Suizidgedanken, starkem inneren Druck und Panikzuständen berichtet. Auch darauf wurde nicht vertieft eingegangen – weder damals noch in der aktuellen Sitzung.
In der jetzigen Sitzung hatte ich erneut deutliche körperliche Stressreaktionen (Zittern, Frieren, starke innere Unruhe, hohe Anspannung). Diese wurden nicht aufgegriffen oder stabilisiert, obwohl sie sichtbar waren.
Nach der Sitzung war ich emotional stark aus dem Gleichgewicht, habe schlecht geschlafen und hatte mehrere Tage suizidale Gedanken (nicht im Sinne eines Plans, sondern als Ausdruck von Überforderung und Verzweiflung).
Weitere irritierende Situationen
In den letzten Monaten gab es zudem mehrere Situationen, die mich verunsichert haben:
– Vergleich mit einer anderen Patientin:
Die Therapeutin hatte mich und eine weitere Patientin versehentlich zur gleichen Zeit einbestellt. Die andere Patientin wurde daraufhin weggeschickt. Mir gegenüber wurde dies mit dem Satz begründet:
„Die ist fitter als Sie.“
Dieser Vergleich hat mich irritiert, da er meine eigene Erschöpfung relativiert hat.
– Thema Erschöpfung:
Trotz vorheriger Schilderung eines deutlichen körperlichen Schubs und starker Erschöpfung wurde gefragt, ob ich „spazieren gehen“ könne. Später wurde eingeräumt, dass meine Erschöpfung damals falsch eingeschätzt wurde.
Intervision und Haltung der Therapeutin
Die Therapeutin sagt, sie bespreche die Situation regelmäßig in der Intervision. In der aktuellen Sitzung äußerte sie, dass sie das Gefühl habe, sich mir gegenüber zurücknehmen zu müssen, um mich nicht weiter zu verletzen.
Gleichzeitig sagte sie, dass es seit Monaten so sei, dass wir uns immer wieder an einzelnen Formulierungen „aufhängen“, und dass sie mir nicht versprechen könne, mich künftig nicht wieder zu verletzen. Sie stellte erneut die Frage nach einer Pause oder danach, ob wir so weiterarbeiten können.
Husten als Trigger (aktuelle Sitzung)
In der heutigen Sitzung kam hinzu, dass die Therapeutin stark gehustet hat, obwohl ihr bekannt ist, dass Husten für mich ein massiver Trigger ist (u. a. krankheitsbezogene Angst, Kontrollverlust).
Mir ist bewusst, dass man Husten nicht immer unterdrücken kann. Was mich jedoch zusätzlich belastet hat, war, dass der Husten nicht eingeordnet wurde (z. B. als Reizhusten, trockene Luft o. Ä.) und kein beruhigender Rahmen entstand (etwa: „Ich bin nicht krank“ oder „Keine Sorge“).
Das hat meine Anspannung und Destabilisierung deutlich verstärkt.
Meine Fragen
Ich gehe inzwischen regelmäßig destabilisierter aus den Sitzungen heraus, als ich hineingehe, und frage mich:
– Handelt es sich hier um ein Passungsproblem oder mangelnde Traumasensibilität?
– Oder bin ich überempfindlich und interpretiere zu viel?
– Wäre ein bewusster Abschluss sinnvoller als ein Weiterführen der Therapie?
Mir geht es nicht darum, jemandem Vorwürfe zu machen, sondern darum zu verstehen, ob diese Therapie mir aktuell hilft oder eher schadet.
Danke fürs Lesen und für jede sachliche Rückmeldung.
Ich bin seit längerer Zeit in ambulanter Psychotherapie. Ursprünglich war die Therapie traumabezogen (Kindheitstrauma), im Verlauf kamen Depressionen, Ängste, Panik und ausgeprägte körperliche Symptome hinzu.
Meine frühere Therapeutin hat die Praxis verlassen; der Wechsel zur aktuellen Therapeutin war organisatorisch bedingt, nicht freiwillig.
Körperlicher Krampf und spätere Reaktion der Therapeutin
In einer früheren Sitzung, in der es um meine Kindheit ging, kam es bei mir zu einem starken körperlichen Krampf (ausgeprägte Muskelverkrampfung, spastisch, mit Kontrollverlust).
Die Therapeutin hat das in dem Moment nicht bemerkt.
Ich habe mich dafür sehr geschämt und viel Überwindung gebraucht, dieses Thema erst in einer späteren Sitzung erneut anzusprechen.
Als ich es dann aufgegriffen habe und geschildert habe, was da körperlich passiert ist, sagte sie sinngemäß: „Das kann ich nicht sehen.“
Das wurde für mich nicht weiter eingeordnet oder aufgefangen, und es blieb offen, wie wir künftig mit solchen körperlichen Überreaktionen oder Flashbacks umgehen könnten.
Aktuelle Sitzung
In der aktuellen Sitzung habe ich dieses Thema erneut angesprochen und erklärt, wie schwer es mir gefallen ist, davon zu erzählen, und wie allein gelassen ich mich damals gefühlt habe.
Als Reaktion darauf sagte meine Therapeutin: „Ich weiß nicht, was ich dazu sagen soll.“
Auch diesmal folgte keine Einordnung, kein Nachfragen und kein gemeinsames Überlegen, wie wir künftig mit solchen körperlichen Reaktionen oder Flashbacks umgehen könnten.
Suizidgedanken, Panik, Überforderung
Zusätzlich habe ich ihr bereits in früheren Sitzungen von Suizidgedanken, starkem inneren Druck und Panikzuständen berichtet. Auch darauf wurde nicht vertieft eingegangen – weder damals noch in der aktuellen Sitzung.
In der jetzigen Sitzung hatte ich erneut deutliche körperliche Stressreaktionen (Zittern, Frieren, starke innere Unruhe, hohe Anspannung). Diese wurden nicht aufgegriffen oder stabilisiert, obwohl sie sichtbar waren.
Nach der Sitzung war ich emotional stark aus dem Gleichgewicht, habe schlecht geschlafen und hatte mehrere Tage suizidale Gedanken (nicht im Sinne eines Plans, sondern als Ausdruck von Überforderung und Verzweiflung).
Weitere irritierende Situationen
In den letzten Monaten gab es zudem mehrere Situationen, die mich verunsichert haben:
– Vergleich mit einer anderen Patientin:
Die Therapeutin hatte mich und eine weitere Patientin versehentlich zur gleichen Zeit einbestellt. Die andere Patientin wurde daraufhin weggeschickt. Mir gegenüber wurde dies mit dem Satz begründet:
„Die ist fitter als Sie.“
Dieser Vergleich hat mich irritiert, da er meine eigene Erschöpfung relativiert hat.
– Thema Erschöpfung:
Trotz vorheriger Schilderung eines deutlichen körperlichen Schubs und starker Erschöpfung wurde gefragt, ob ich „spazieren gehen“ könne. Später wurde eingeräumt, dass meine Erschöpfung damals falsch eingeschätzt wurde.
Intervision und Haltung der Therapeutin
Die Therapeutin sagt, sie bespreche die Situation regelmäßig in der Intervision. In der aktuellen Sitzung äußerte sie, dass sie das Gefühl habe, sich mir gegenüber zurücknehmen zu müssen, um mich nicht weiter zu verletzen.
Gleichzeitig sagte sie, dass es seit Monaten so sei, dass wir uns immer wieder an einzelnen Formulierungen „aufhängen“, und dass sie mir nicht versprechen könne, mich künftig nicht wieder zu verletzen. Sie stellte erneut die Frage nach einer Pause oder danach, ob wir so weiterarbeiten können.
Husten als Trigger (aktuelle Sitzung)
In der heutigen Sitzung kam hinzu, dass die Therapeutin stark gehustet hat, obwohl ihr bekannt ist, dass Husten für mich ein massiver Trigger ist (u. a. krankheitsbezogene Angst, Kontrollverlust).
Mir ist bewusst, dass man Husten nicht immer unterdrücken kann. Was mich jedoch zusätzlich belastet hat, war, dass der Husten nicht eingeordnet wurde (z. B. als Reizhusten, trockene Luft o. Ä.) und kein beruhigender Rahmen entstand (etwa: „Ich bin nicht krank“ oder „Keine Sorge“).
Das hat meine Anspannung und Destabilisierung deutlich verstärkt.
Meine Fragen
Ich gehe inzwischen regelmäßig destabilisierter aus den Sitzungen heraus, als ich hineingehe, und frage mich:
– Handelt es sich hier um ein Passungsproblem oder mangelnde Traumasensibilität?
– Oder bin ich überempfindlich und interpretiere zu viel?
– Wäre ein bewusster Abschluss sinnvoller als ein Weiterführen der Therapie?
Mir geht es nicht darum, jemandem Vorwürfe zu machen, sondern darum zu verstehen, ob diese Therapie mir aktuell hilft oder eher schadet.
Danke fürs Lesen und für jede sachliche Rückmeldung.
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Sinarellas
- [nicht mehr wegzudenken]
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, 42 - Beiträge: 2378
– Handelt es sich hier um ein Passungsproblem oder mangelnde Traumasensibilität?
Jup und ein Mangel an Wissen zum Thema Dissoziations-Spektrum.
– Oder bin ich überempfindlich und interpretiere zu viel?
Nope, du fühlst das ganz richtig - da passt was nicht.
– Wäre ein bewusster Abschluss sinnvoller als ein Weiterführen der Therapie?
Ich würde das konkret in der Therapie mit dem T besprechen, dann hat derjenige Chance darauf zu reagieren und entsprechend Konsequenzen ziehen (was nicht hilft muss nicht ausgehalten werden).
Jup und ein Mangel an Wissen zum Thema Dissoziations-Spektrum.
– Oder bin ich überempfindlich und interpretiere zu viel?
Nope, du fühlst das ganz richtig - da passt was nicht.
– Wäre ein bewusster Abschluss sinnvoller als ein Weiterführen der Therapie?
Ich würde das konkret in der Therapie mit dem T besprechen, dann hat derjenige Chance darauf zu reagieren und entsprechend Konsequenzen ziehen (was nicht hilft muss nicht ausgehalten werden).
..:..
Da sind eine ganze Menge red flags.
- sie sieht nicht was der Körper ausdrückt, kann das noch nichtmal rückblickend einordnen
- sie bemerkt nicht dass du dich während der Sitzung deutlich verschlechterst
- sie sagt auf konkrete Fragen, dass sie nicht weiß was sie machen soll
- es ist keinerlei Bestrebung zu erkennen, an all dem etwas zu verändern, was sie ihm Rahmen von beruflicher Weiterbildung ohne weiteres könnte
Es ginge ja noch nichtmal darum, dir ein Wundermittel gegen deine körperlichen Stresssymptome zu geben. Es würde schon helfen, wenn sie sie sehen würde, wenn sie zeigen würde, dass sie es sieht, und wenn sie das mit dir gemeinsam anerkennen und aushalten würde. Das sind Basics, die kann eigentlich jeder empathische Mensch out of the Box, dafür braucht es kein Spezialwissen. Dass sie es nicht tut ist bedenklich.
Die Aussage, dass sie nicht alle Verletzungen wird verhindern können, weil menschliche Kommunikation nunmal fehleranfällig ist, ist formal korrekt. Aber das kann man gaaaanz anders rüberbringen und vor allem fehlt das Allerwichtigste: wie wollt ihr damit umgehen, wenn es passiert? Ich habe mit meinem Therapeuten eine Vereinbarung dazu. Und die lautet nicht: "das musst du abkönnen, denn es lässt sich nicht verhindern". Sondern sie lautet: "Wenn sich etwas komisch anfühlt, dann darf das angesprochen werden, und das gilt ausdrücklich für beide Seiten. Auf diese Weise klären wir das auf." Selbst damit ist es nicht automatisch einfach.
- sie sieht nicht was der Körper ausdrückt, kann das noch nichtmal rückblickend einordnen
- sie bemerkt nicht dass du dich während der Sitzung deutlich verschlechterst
- sie sagt auf konkrete Fragen, dass sie nicht weiß was sie machen soll
- es ist keinerlei Bestrebung zu erkennen, an all dem etwas zu verändern, was sie ihm Rahmen von beruflicher Weiterbildung ohne weiteres könnte
Es ginge ja noch nichtmal darum, dir ein Wundermittel gegen deine körperlichen Stresssymptome zu geben. Es würde schon helfen, wenn sie sie sehen würde, wenn sie zeigen würde, dass sie es sieht, und wenn sie das mit dir gemeinsam anerkennen und aushalten würde. Das sind Basics, die kann eigentlich jeder empathische Mensch out of the Box, dafür braucht es kein Spezialwissen. Dass sie es nicht tut ist bedenklich.
Die Aussage, dass sie nicht alle Verletzungen wird verhindern können, weil menschliche Kommunikation nunmal fehleranfällig ist, ist formal korrekt. Aber das kann man gaaaanz anders rüberbringen und vor allem fehlt das Allerwichtigste: wie wollt ihr damit umgehen, wenn es passiert? Ich habe mit meinem Therapeuten eine Vereinbarung dazu. Und die lautet nicht: "das musst du abkönnen, denn es lässt sich nicht verhindern". Sondern sie lautet: "Wenn sich etwas komisch anfühlt, dann darf das angesprochen werden, und das gilt ausdrücklich für beide Seiten. Auf diese Weise klären wir das auf." Selbst damit ist es nicht automatisch einfach.
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Inner_hero
- sporadischer Gast

, 40 - Beiträge: 27
Hallo, du fragst dich ja, ob es kommunikative Missverständnisse oder Fehlverhalten der Therapeutin sind, die den Prozess zwischen euch erschweren. In deinem ersten Post erwähnst du, dass deine Therapeutin deinen Termin mit einer anderen Patientin doppelbesetzt hat und dann dir gegenüber begründet habe, sie sei "fitter". Das habe deine Erschöpfung relativiert. Ich verstehe hier tatsächlich deinen Gedankengang nicht, denn für mich wäre die Interpretation genau umgekehrt: "Weil ich so stark belastet bin, ist es wichtig, dass ich den Termin bekomme, die andere Patientin ist gerade weniger erschöpft/belastet." Von daher mal die vorsichtige Anregung, dass durchaus auch Missverstehen eine Rolle spielen könnte.
Liebe Grüße und alles Gute
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Danke für deinen Hinweis.Inner_hero hat geschrieben: Di., 16.12.2025, 12:00 Hallo, du fragst dich ja, ob es kommunikative Missverständnisse oder Fehlverhalten der Therapeutin sind, die den Prozess zwischen euch erschweren. In deinem ersten Post erwähnst du, dass deine Therapeutin deinen Termin mit einer anderen Patientin doppelbesetzt hat und dann dir gegenüber begründet habe, sie sei "fitter". Das habe deine Erschöpfung relativiert. Ich verstehe hier tatsächlich deinen Gedankengang nicht, denn für mich wäre die Interpretation genau umgekehrt: "Weil ich so stark belastet bin, ist es wichtig, dass ich den Termin bekomme, die andere Patientin ist gerade weniger erschöpft/belastet." Von daher mal die vorsichtige Anregung, dass durchaus auch Missverstehen eine Rolle spielen könnte.
Liebe Grüße und alles Gute
Ich verstehe, wie du es meinst – aber genau darin liegt das Kernproblem zwischen meiner Therapeutin und mir:
Sie meint Dinge „neutral“ oder gut, aber bei mir kommen sie in der konkreten Situation ganz anders an.
Nicht einmalig, sondern über viele Monate.
Gerade wenn man erschöpft und verletzlich ist, wirken solche Aussagen nicht stärkend, sondern eher wie ein Hinweis, „stell dich nicht so an“.
Und leider gab es keinen Raum, das gemeinsam zu klären, weil auf meine Rückmeldungen eher Verteidigung kam als ein „okay, ich verstehe, das war für Sie schwierig“.
Deshalb geht es für mich weniger um Missverständnisse, sondern um fehlende Passung im Umgang mit Sensibilität und Verletzlichkeit.
Bei dem konkreten Beispiel fiele mir allerdings gar keine Möglichkeit ein wie man es falsch verstehen könnte. Es sei denn, da spielte ein anderer Kommunikationskanal mit rein der hier nicht wiedergegeben ist. Also, wenn sie zwar etwas sagt, was rein wörtlich genommen ok ist, aber in ihrer Stimme oder ihrer Mimik etwas rüberkommt was die Bedeutung krass verändert. Es kann sogar sein, dass du das nicht benennen könntest, aber sicher bist, dass es da war. Falls dem so ist, dann könntest du darauf in Zukunft genauer achten. Denn es ist schon sehr verbreitet, dass Therapeuten etwas sagen was sie für sinnvoll (im therapeutischen Sinne) halten, was aber nicht ihren tatsächlichen Gefühlen in der Situation entspricht. Das sollen Patienten nicht merken. Merkt man es doch und reagiert darauf, führt das zu sehr schwer klärbaren Situationen.
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Sinarellas
- [nicht mehr wegzudenken]
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, 42 - Beiträge: 2378
Warum antwortest du eigentlich nur auf eine Person und verwendest KI generierten Text teilweise? Beides erlebe ich als unhöflich.
..:..
Ja, genau das war für mich der Kern.Montana hat geschrieben: Mo., 15.12.2025, 17:02 Da sind eine ganze Menge red flags.
- sie sieht nicht was der Körper ausdrückt, kann das noch nichtmal rückblickend einordnen
- sie bemerkt nicht dass du dich während der Sitzung deutlich verschlechterst
- sie sagt auf konkrete Fragen, dass sie nicht weiß was sie machen soll
- es ist keinerlei Bestrebung zu erkennen, an all dem etwas zu verändern, was sie ihm Rahmen von beruflicher Weiterbildung ohne weiteres könnte
Nicht einzelne Aussagen, sondern dass mein körperliches Wegkippen in den Sitzungen weder aufgegriffen noch gemeinsam eingeordnet wurde.
Der Punkt mit der fehlenden Vereinbarung zur Reparatur trifft es sehr gut.Montana hat geschrieben: Mo., 15.12.2025, 17:02
Die Aussage, dass sie nicht alle Verletzungen wird verhindern können, weil menschliche Kommunikation nunmal fehleranfällig ist, ist formal korrekt. Aber das kann man gaaaanz anders rüberbringen und vor allem fehlt das Allerwichtigste: wie wollt ihr damit umgehen, wenn es passiert? Ich habe mit meinem Therapeuten eine Vereinbarung dazu. Und die lautet nicht: "das musst du abkönnen, denn es lässt sich nicht verhindern". Sondern sie lautet: "Wenn sich etwas komisch anfühlt, dann darf das angesprochen werden, und das gilt ausdrücklich für beide Seiten. Auf diese Weise klären wir das auf." Selbst damit ist es nicht automatisch einfach.
Mir hätte es sehr geholfen, wenn es einen klaren Raum gegeben hätte, Irritationen gemeinsam zu klären, statt sie bei mir zu verorten.
Danke für deine Einschätzung.Sinarellas hat geschrieben: Sa., 13.12.2025, 14:04
– Wäre ein bewusster Abschluss sinnvoller als ein Weiterführen der Therapie?
Ich würde das konkret in der Therapie mit dem T besprechen, dann hat derjenige Chance darauf zu reagieren und entsprechend Konsequenzen ziehen (was nicht hilft muss nicht ausgehalten werden).
Im Moment fühlt sich ein bewusster Abschluss bzw. zumindest Abstand für mich stimmiger an als ein Weiterführen. Ich brauche erst Zeit, das für mich zu sortieren.
Danke für den Gedanken. Ja, genau das ist ein wichtiger Punkt: Für mich ging es weniger um den reinen Wortlaut einzelner Sätze, sondern um das Zusammenspiel aus Situation, Tonfall und Kontext.Montana hat geschrieben: Di., 16.12.2025, 23:39 Bei dem konkreten Beispiel fiele mir allerdings gar keine Möglichkeit ein wie man es falsch verstehen könnte. Es sei denn, da spielte ein anderer Kommunikationskanal mit rein der hier nicht wiedergegeben ist. Also, wenn sie zwar etwas sagt, was rein wörtlich genommen ok ist, aber in ihrer Stimme oder ihrer Mimik etwas rüberkommt was die Bedeutung krass verändert. Es kann sogar sein, dass du das nicht benennen könntest, aber sicher bist, dass es da war. Falls dem so ist, dann könntest du darauf in Zukunft genauer achten. Denn es ist schon sehr verbreitet, dass Therapeuten etwas sagen was sie für sinnvoll (im therapeutischen Sinne) halten, was aber nicht ihren tatsächlichen Gefühlen in der Situation entspricht. Das sollen Patienten nicht merken. Merkt man es doch und reagiert darauf, führt das zu sehr schwer klärbaren Situationen.
Ich kann diese Ebene nicht immer sprachlich klar benennen, aber mein Körper reagiert darauf sehr deutlich. Genau diese körperliche Reaktion hätte ich mir in der Therapie gemeinsam eingeordnet und aufgegriffen gewünscht.
Nicht das Wahrnehmen an sich war für mich das Problem, sondern dass dafür kein gemeinsamer Reflexionsraum entstanden ist.
Hallo sophie04
Die Frage ist, ob du nur glaubst, dass sie das sehen müsste oder ob sie tatsächlich so unaufmerksam ist, wie du sie beschreibst.
Der andere Gedanke, der mir kam war, … ich weiß nicht, warum du in Therapie bist, …. möglich ist ja auch, dass deine Therapeutin versucht dich durch ihr Nicht-Reagieren auf deine körperlichen Reaktionen aus einer Dramatisierung rauszubringen. Das, was du als „körperlichen Überreaktion“ wahrnimmst, könnte ja auch eine Dramatisierung deinerseits sein. Das kann ich natürlich nicht beurteilen; mir kam nur dieser Gedanke. Das müsstest du mit deiner Therapeutin besprechen. Sie wird dir am besten sagen können, warum sie nicht reagiert.
Das mit dem Husten ist für mich so ein Beispiel dafür, dass ich mich frage: Erzählst du deiner Therapeutin denn, was gerade in dir passiert oder erwartest du, dass sie selbst drauf kommt?
Das war auch mein Gedanke beim Lesen deiner Beispiele. Die Frage, die sich mir stellt ist, welche Deiner körperlichen Reaktionen Außenstehende auch wirklich sehen können. Für dich scheinen sich deine Reaktionen so anzufühlen wie „das sieht jeder, das muss jeder sehen; das ist offensichtlich“. Aber deine Therapeutin scheint es nicht zu sehen.Als ich es dann aufgegriffen habe und geschildert habe, was da körperlich passiert ist, sagte sie sinngemäß: „Das kann ich nicht sehen.“
Die Frage ist, ob du nur glaubst, dass sie das sehen müsste oder ob sie tatsächlich so unaufmerksam ist, wie du sie beschreibst.
Der andere Gedanke, der mir kam war, … ich weiß nicht, warum du in Therapie bist, …. möglich ist ja auch, dass deine Therapeutin versucht dich durch ihr Nicht-Reagieren auf deine körperlichen Reaktionen aus einer Dramatisierung rauszubringen. Das, was du als „körperlichen Überreaktion“ wahrnimmst, könnte ja auch eine Dramatisierung deinerseits sein. Das kann ich natürlich nicht beurteilen; mir kam nur dieser Gedanke. Das müsstest du mit deiner Therapeutin besprechen. Sie wird dir am besten sagen können, warum sie nicht reagiert.
Hast du sie denn gefragt? Oder hast du erwartete, dass sie dir das von sich heraus erklärt?Was mich jedoch zusätzlich belastet hat, war, dass der Husten nicht eingeordnet wurde
Das mit dem Husten ist für mich so ein Beispiel dafür, dass ich mich frage: Erzählst du deiner Therapeutin denn, was gerade in dir passiert oder erwartest du, dass sie selbst drauf kommt?
Lerne aus der Vergangenheit, aber mache sie nicht zu deinem Leben. Wut festhalten ist wie Gift trinken und darauf warten, dass der Andere stirbt. Das Gegenstück zum äußeren Lärm ist der innere Lärm des Denkens.
Danke für deine Rückmeldung.Jenny Doe hat geschrieben: Mi., 17.12.2025, 11:16 Hallo sophie04
Das war auch mein Gedanke beim Lesen deiner Beispiele. Die Frage, die sich mir stellt ist, welche Deiner körperlichen Reaktionen Außenstehende auch wirklich sehen können. Für dich scheinen sich deine Reaktionen so anzufühlen wie „das sieht jeder, das muss jeder sehen; das ist offensichtlich“. Aber deine Therapeutin scheint es nicht zu sehen.Als ich es dann aufgegriffen habe und geschildert habe, was da körperlich passiert ist, sagte sie sinngemäß: „Das kann ich nicht sehen.“
Die Frage ist, ob du nur glaubst, dass sie das sehen müsste oder ob sie tatsächlich so unaufmerksam ist, wie du sie beschreibst.
Der andere Gedanke, der mir kam war, … ich weiß nicht, warum du in Therapie bist, …. möglich ist ja auch, dass deine Therapeutin versucht dich durch ihr Nicht-Reagieren auf deine körperlichen Reaktionen aus einer Dramatisierung rauszubringen. Das, was du als „körperlichen Überreaktion“ wahrnimmst, könnte ja auch eine Dramatisierung deinerseits sein. Das kann ich natürlich nicht beurteilen; mir kam nur dieser Gedanke. Das müsstest du mit deiner Therapeutin besprechen. Sie wird dir am besten sagen können, warum sie nicht reagiert.
Ich habe meine körperlichen Reaktionen in der Therapie mehrfach angesprochen und auch nach Einordnung gefragt.
Für mich war schwierig, dass selbst dann kaum Resonanz oder gemeinsames Innehalten möglich war.
Deshalb fühlt es sich für mich weniger wie ein Missverständnis an, sondern eher wie ein Passungsproblem.
Ich habe nicht ihren Husten angesprochen.Jenny Doe hat geschrieben: Mi., 17.12.2025, 11:16Hast du sie denn gefragt? Oder hast du erwartete, dass sie dir das von sich heraus erklärt?Was mich jedoch zusätzlich belastet hat, war, dass der Husten nicht eingeordnet wurde
Das mit dem Husten ist für mich so ein Beispiel dafür, dass ich mich frage: Erzählst du deiner Therapeutin denn, was gerade in dir passiert oder erwartest du, dass sie selbst drauf kommt?
Ich habe gesagt, dass Husten für mich generell ein Trigger ist (u. a. wegen der Situation mit meinem Freund) und dass mich das verunsichert.
Für mich wäre es hilfreich gewesen, wenn das in dem Moment eingeordnet oder aufgegriffen worden wäre, weil es mich stark belastet hat.
Wie Menschen körperliche Reaktionen bei anderen wahrnehmen ist sehr unterschiedlich. Es kann durchaus sein, dass diese Therapeutin da nicht gerade ein Naturtalent ist und bisher auch keine Veranlassung sieht, sowas zu üben. Als jemand der selbst sehr viel wahrnimmt fällt mir immer wieder auf, dass es andere nicht tun und total erstaunt sind, was ich über sie sagen kann, weil ich es gesehen habe.
Hallo sophie04
Du berichtest von Panikzuständen, die du hast. Möglich ist, dass sie deshalb nicht auf deine Symptome reagiert.
Ich hatte mal eine Therapeutin, die sich ähnlich verhalten hat. Ich beklagte während der Sitzung Symptome wie Schwindel. Sie reagierte darauf nicht, weil sie meinen Körpersymptomatik für eine Angststörung hielt. In meinem Fall fatal, weil der Schwindel bei mir kein Angstsymptom ist, sondern Symptom einer neurologischen Erkrankung, was ich jedoch zu diesem Zeitpunkt noch nicht wusste.
Sie reagierte nicht auf meine Beschreibungen, weil sie glaubte so den "Teufelskreis der Angst" durchbrechen zu können. Sie glaubte, dass Reaktionen von ihr, meine Angst verstärken würden. Sie sozusagen „belohnen“ würden, im Sinne von „Mit Körperreaktionen kriege ich Aufmerksamkeit“.
Wie gesagt, in meinem Fall fatal, da ich keine Angststörung habe, sondern eine neurologische Erkrankung. Aber du berichtest von Panikzuständen, … Möglich WÄRE somit, dass sie nicht reagiert, weil sie hofft, durch „Ignorieren“ den Angstkreislauf durchbrechen zu können.
Es ist nicht immer leicht zu unterscheiden, wann sich Psychotherapeuten falsch verhalten und was bei ihnen Methode ist. Deshalb fällt es mir schwer dir zu sagen „Mach dies, mach jenes“.
Aber was du erwarten kannst ist, dass sie Dir zumindest Erklärungen liefert. Dir also erklärt, warum sie nicht reagiert.
Was du selber machen kannst ist dir Frage derart zu stellen: Hilft mir meine Therapie? Verbessert sie meinen Zustand? Lerne ich durch sie besser mit meinen Symptomen umzugehen? Usw.
Kurz gesagt: Zieh (zwischendurch) Bilanz. Eine Bilanz kann bei der Entscheidung helfen, wie es weiter gehen soll, ob du bei ihr bleibst oder wechselst.
Ich kann Dir dazu wenig sagen, weil mir die Sichtweise deiner Therapeutin fehlt. Ich weiß nicht, warum sie sich so verhält.Deshalb fühlt es sich für mich weniger wie ein Missverständnis an, sondern eher wie ein Passungsproblem.
Du berichtest von Panikzuständen, die du hast. Möglich ist, dass sie deshalb nicht auf deine Symptome reagiert.
Ich hatte mal eine Therapeutin, die sich ähnlich verhalten hat. Ich beklagte während der Sitzung Symptome wie Schwindel. Sie reagierte darauf nicht, weil sie meinen Körpersymptomatik für eine Angststörung hielt. In meinem Fall fatal, weil der Schwindel bei mir kein Angstsymptom ist, sondern Symptom einer neurologischen Erkrankung, was ich jedoch zu diesem Zeitpunkt noch nicht wusste.
Sie reagierte nicht auf meine Beschreibungen, weil sie glaubte so den "Teufelskreis der Angst" durchbrechen zu können. Sie glaubte, dass Reaktionen von ihr, meine Angst verstärken würden. Sie sozusagen „belohnen“ würden, im Sinne von „Mit Körperreaktionen kriege ich Aufmerksamkeit“.
Wie gesagt, in meinem Fall fatal, da ich keine Angststörung habe, sondern eine neurologische Erkrankung. Aber du berichtest von Panikzuständen, … Möglich WÄRE somit, dass sie nicht reagiert, weil sie hofft, durch „Ignorieren“ den Angstkreislauf durchbrechen zu können.
Es ist nicht immer leicht zu unterscheiden, wann sich Psychotherapeuten falsch verhalten und was bei ihnen Methode ist. Deshalb fällt es mir schwer dir zu sagen „Mach dies, mach jenes“.
Aber was du erwarten kannst ist, dass sie Dir zumindest Erklärungen liefert. Dir also erklärt, warum sie nicht reagiert.
Was du selber machen kannst ist dir Frage derart zu stellen: Hilft mir meine Therapie? Verbessert sie meinen Zustand? Lerne ich durch sie besser mit meinen Symptomen umzugehen? Usw.
Kurz gesagt: Zieh (zwischendurch) Bilanz. Eine Bilanz kann bei der Entscheidung helfen, wie es weiter gehen soll, ob du bei ihr bleibst oder wechselst.
Lerne aus der Vergangenheit, aber mache sie nicht zu deinem Leben. Wut festhalten ist wie Gift trinken und darauf warten, dass der Andere stirbt. Das Gegenstück zum äußeren Lärm ist der innere Lärm des Denkens.
Wobei eine Methode als solche halt auch grundsätzlich falsch sein kann.Jenny Doe hat geschrieben: Fr., 19.12.2025, 07:22 Es ist nicht immer leicht zu unterscheiden, wann sich Psychotherapeuten falsch verhalten und was bei ihnen Methode ist.
Und das was Patienten sagen einfach zu ignorieren gehört da eindeutig dazu. So geht man mit Menschen einfach nicht um.
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