Ich weiß nicht was mir los ist.
Mit geht's im Prinzip nicht gut, alles verändert sich aber nicht zum Guten sondern sehr stark in eine Richtung wo ich schon Mal war und ich dachte das hätte ich hinter mir.
Ich bin nie richtig zufrieden, nicht mal im Urlaub alles ist maximal OK. Ständig halbe weiß nicht Panikattacken ?! Jedenfalls Herzklopfen und Kurzatmigkeit komisch schaut alles aus , sehr unangenehm- alle paar Tage :(
Ich hab aber keine Angst, ich kenne das ja schon aber ich wills halt auch nicht haben. Wie als ob mein Körper tut was er will und ich hab keinen Einfluss drauf. Was sowieso mein Hauptproblem im Alltag ist.
Nachts ständig am grübeln was genau nichts bringt.
Ich mache meine Übungen aus der Therapie aber das geht nicht während ich unterwegs bin oder in einem Gespräch oder während einer Beschäftigung, wie soll ich das machen? Außerdem ist es mir peinlich selbst wenn manche Sachen helfen (würden), aber auf mir rumklopfen wenn das jemand sieht mag ich nicht.
Die Beziehung zu meinem Mann ist sehr schwer, mein älteres Kind checkt auch langsam dass mit mir was nicht stimmt und mein jüngstes macht sich absichtlich klein um meine Aufmerksamkeit zu bekommen. Ich bin so dermaßen unfähig auf alle Bedürfnisse einzugehen inkl meiner eigenen.
Gleichzeitig hab ich plötzlich so Phasen wo ich irgendwem in meinem privaten Umkreis irgendwas erzähle von mir, das ist wirklich sehr untypisch und eigentlich will ich das nicht, es sprudelt raus! Im nachhinein ist mir das soo unangenehm und ich will die Person am liebsten gar nicht mehr sehen.
Bisher zum Glück keine allzu schlimmen Details aber ich hab das nicht im Griff!
Es ist schon wieder so als würde mein Körper entscheiden und nicht ich. Oder mein Mund. Was weiß ich.
Es ist alles einfach zuviel. Jeder Mensch braucht doch auch etwas auf das er sich freut, aber da ist nichts! Wer weiß vielleicht noch 50 Jahre,.. da kommt Freude auf.
Entschuldigung ich weiß nicht was ich hier erwarte aber ich weiß auch nicht was ich sonst tun soll, ja ich kann alles in der Therapie erzählen aber was bringt das immer neue Baustellen aufzumachen und langsam denk ich mir das glaubt mir ja doch keiner . Wieso immer Drama ich will Ruhe und dieser Druck irgendwas erzählen zu müssen und nicht wissen was jetzt relevant oder überhaupt richtig ist und was ich übertreibe weil ich einfach übersensibel bin.
Ich muss doch auch irgendwann wieder oder erstmals Nähe zulassen darum bin ich doch dort aber das klappt halt nicht vielleicht nie! Vielleicht bin ich kaputt.
Tut mir leid das ist jetzt schon wieder so über dramatisch. Im Prinzip ist ja alles ok, Millionen Menschen würden sich mein aktuelles Leben wünschen. Ich wünschte ich könnte ein bisschen dankbar sein und genießen was ich habe.
Überfordert im Leben
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Hallo Frau Pffff,
ein Rückschritt bedeutet nicht, dass Du wieder ganz am Anfang stehst. Kein Veränderungsprozess verläuft gradlinig, es gibt immer Stagnation und Rückschritte. Und doch wirst Du merken, dass es in kleinen Schritten weitergeht, auch wenn Du es jetzt nicht siehst. Ergebnisse der Arbeit an Dir sind nicht sofort erkennbar, es braucht viel Geduld und Zeit, um neue Muster zu verinnerlichen, Verhaltens- und Denkmuster, die Dich jahrelang geprägt haben, verschwinden nicht einfach so. Eine wirkliche Veränderung erreichst Du durch beständiges Dranbleiben, und bei einem Rückschritt hilft es Dir eher, verständnisvoll und freundlich mit Dir umzugehen.
Du schreibst, Du bist nie richtig zufrieden. Der ständige Blick auf die Dinge, die Dir im Leben fehlen, führt zu Unzufriedenheit und kann Dich daran hindern, Positives zu sehen, das es doch sicher auch in Deinem Leben gibt?? Ich glaube, Du setzt Dich unter hohen Erwartungsdruck, weil Du schnellstens Ergebnisse sehen möchtest. Das führt zu einem enormen Dauerstress, der dann wiederum körperliche und psychische Folgen nach sich zieht. Das ist ein Teufelskreis, den Du durchbrechen kannst, indem Du nachsichtig mit Dir bist und versuchst, Deinen Blick auf Schönes zu lenken, wenn es auch noch so klein ist. Indem Du kleine Dinge wertschätzt, wirst Du auch Dankbarkeit fühlen können. Dass Du den Wunsch dazu spürst, ist ein Schritt zur Veränderung, den Du schon gegangen bist. Mir hilft es, abends aufzuschreiben, wofür ich dankbar sein kann. Dadurch nehme ich auch Dinge, die mich belasten, nicht mit in den Schlaf.
Ich finde auch, dass Dein Bedürfnis, über Belastungen sprechen zu wollen, ein Fortschritt ist, da Du bisher ja alles unter Verschluss halten wolltest. Es hat sich so viel angestaut und möchte jetzt endlich gehört werden. Unangenehm muss es Dir nicht sein, es ist im Gegenteil ein Zeichen von Mut und Stärke, auch mit Menschen, denen Du vertrauen möchtest, über Deine Ängste und Probleme sprechen zu wollen. Du musst auch in der Therapie nichts sagen, wozu Du noch nicht bereit bist. Alles in Deinem Tempo. Wenn Du Angst hast oder gehemmt bist, über tiefliegende Belastungen zu sprechen, kannst Du das auch in der Therapie zum Thema machen. Du machst Fortschritte und ich wünsche Dir, dass Du das sehen kannst.
Liebe Grüße
ein Rückschritt bedeutet nicht, dass Du wieder ganz am Anfang stehst. Kein Veränderungsprozess verläuft gradlinig, es gibt immer Stagnation und Rückschritte. Und doch wirst Du merken, dass es in kleinen Schritten weitergeht, auch wenn Du es jetzt nicht siehst. Ergebnisse der Arbeit an Dir sind nicht sofort erkennbar, es braucht viel Geduld und Zeit, um neue Muster zu verinnerlichen, Verhaltens- und Denkmuster, die Dich jahrelang geprägt haben, verschwinden nicht einfach so. Eine wirkliche Veränderung erreichst Du durch beständiges Dranbleiben, und bei einem Rückschritt hilft es Dir eher, verständnisvoll und freundlich mit Dir umzugehen.
Du schreibst, Du bist nie richtig zufrieden. Der ständige Blick auf die Dinge, die Dir im Leben fehlen, führt zu Unzufriedenheit und kann Dich daran hindern, Positives zu sehen, das es doch sicher auch in Deinem Leben gibt?? Ich glaube, Du setzt Dich unter hohen Erwartungsdruck, weil Du schnellstens Ergebnisse sehen möchtest. Das führt zu einem enormen Dauerstress, der dann wiederum körperliche und psychische Folgen nach sich zieht. Das ist ein Teufelskreis, den Du durchbrechen kannst, indem Du nachsichtig mit Dir bist und versuchst, Deinen Blick auf Schönes zu lenken, wenn es auch noch so klein ist. Indem Du kleine Dinge wertschätzt, wirst Du auch Dankbarkeit fühlen können. Dass Du den Wunsch dazu spürst, ist ein Schritt zur Veränderung, den Du schon gegangen bist. Mir hilft es, abends aufzuschreiben, wofür ich dankbar sein kann. Dadurch nehme ich auch Dinge, die mich belasten, nicht mit in den Schlaf.
Ich finde auch, dass Dein Bedürfnis, über Belastungen sprechen zu wollen, ein Fortschritt ist, da Du bisher ja alles unter Verschluss halten wolltest. Es hat sich so viel angestaut und möchte jetzt endlich gehört werden. Unangenehm muss es Dir nicht sein, es ist im Gegenteil ein Zeichen von Mut und Stärke, auch mit Menschen, denen Du vertrauen möchtest, über Deine Ängste und Probleme sprechen zu wollen. Du musst auch in der Therapie nichts sagen, wozu Du noch nicht bereit bist. Alles in Deinem Tempo. Wenn Du Angst hast oder gehemmt bist, über tiefliegende Belastungen zu sprechen, kannst Du das auch in der Therapie zum Thema machen. Du machst Fortschritte und ich wünsche Dir, dass Du das sehen kannst.
Liebe Grüße
Siehst du einen Riesen, so prüfe den Stand der Sonne und gib acht,
ob es nicht der Schatten eines Zwerges ist. Novalis
ob es nicht der Schatten eines Zwerges ist. Novalis
Danke für deine Antwort!
Ich glaube es ist kein Rückschritt in dem Sinn. Ich hatte mal eine Zeit in meinem Leben da ist es mir wirklich nicht gut gegangen über Jahre. Irgendwann wurde das von selbst besser - wobei vermutlich weil sich meine Lebensumstände drastisch geändert hatten.
Jetzt habe in in manchen Punkten das Gefühl ich könnte dort wieder landen und das macht mir Angst.
Es gäbe positive Dinge: ein Urlaub, ein Theaterbesuch, ein Besuch bei Freunden aber es fühlt sich nicht an wie es soll. Ich muss mich zwingen (oft meiner Familie zuliebe) und dann ist es maximal ok. Der Vergleich, dass das vor einem Jahr nicht so ausgeprägt war ist es, der mich irritiert. Aber ich versuche nachsichtig zu sein, ich geh den Sachen möglichst nicht aus dem Weg. Ich hab auch schon die Zimmergewächshäuser teilweise bestückt weil mir das normalerweise immer Freude gemacht hat. Mal schauen, ich glaub das gefällt mir wenn da was keimt.
Was die Freunde betrifft tu ich mir furchtbar schwer. Wenn ich etwas erzähle und ich dann vielleicht angelehnt werden würde, oder ich irgendwas empfinde dass sich jemand daraufhin distanziert ist das sehr schlimm für mich. Ich hab schon einen Unterschied im Verhalten einer Person gemerkt und interpretiere da ständig innerlich rum. Dann hab ich versucht das erzählte ein bisschen zu relativieren, indem ich erwähnt hab, dass die betreffenden Personen es im Leben auch sehr schwer hatten - was ganz eindeutig nicht so gut angekommen ist.
Wenn man was erzählt kann man es nicht mehr zurücknehmen, also müsste man ja im Vorhinein genau wissen wohin das führt ?! Ob man die Konsequenzen tragen kann.
Aber ich beruhige mich selbst ich hab keine Details erzählt nur grob umrissen, trotzdem hab ich damit sogar meinen Mann sehr überrascht und unsere Freunde wohl auch.
Mein Mann meint dass jeder der mich besser kennt sich vorstellen kann, dass da irgendwas war und dass es gut wäre manches beim Namen zu nennen damit Reaktionen von mir besser eingeordnet werden können.
Ich werde es eh sehen wie sich das entwickelt.
Ich glaube es ist kein Rückschritt in dem Sinn. Ich hatte mal eine Zeit in meinem Leben da ist es mir wirklich nicht gut gegangen über Jahre. Irgendwann wurde das von selbst besser - wobei vermutlich weil sich meine Lebensumstände drastisch geändert hatten.
Jetzt habe in in manchen Punkten das Gefühl ich könnte dort wieder landen und das macht mir Angst.
Es gäbe positive Dinge: ein Urlaub, ein Theaterbesuch, ein Besuch bei Freunden aber es fühlt sich nicht an wie es soll. Ich muss mich zwingen (oft meiner Familie zuliebe) und dann ist es maximal ok. Der Vergleich, dass das vor einem Jahr nicht so ausgeprägt war ist es, der mich irritiert. Aber ich versuche nachsichtig zu sein, ich geh den Sachen möglichst nicht aus dem Weg. Ich hab auch schon die Zimmergewächshäuser teilweise bestückt weil mir das normalerweise immer Freude gemacht hat. Mal schauen, ich glaub das gefällt mir wenn da was keimt.
Was die Freunde betrifft tu ich mir furchtbar schwer. Wenn ich etwas erzähle und ich dann vielleicht angelehnt werden würde, oder ich irgendwas empfinde dass sich jemand daraufhin distanziert ist das sehr schlimm für mich. Ich hab schon einen Unterschied im Verhalten einer Person gemerkt und interpretiere da ständig innerlich rum. Dann hab ich versucht das erzählte ein bisschen zu relativieren, indem ich erwähnt hab, dass die betreffenden Personen es im Leben auch sehr schwer hatten - was ganz eindeutig nicht so gut angekommen ist.
Wenn man was erzählt kann man es nicht mehr zurücknehmen, also müsste man ja im Vorhinein genau wissen wohin das führt ?! Ob man die Konsequenzen tragen kann.
Aber ich beruhige mich selbst ich hab keine Details erzählt nur grob umrissen, trotzdem hab ich damit sogar meinen Mann sehr überrascht und unsere Freunde wohl auch.
Mein Mann meint dass jeder der mich besser kennt sich vorstellen kann, dass da irgendwas war und dass es gut wäre manches beim Namen zu nennen damit Reaktionen von mir besser eingeordnet werden können.
Ich werde es eh sehen wie sich das entwickelt.
„Ich glaube es ist kein Rückschritt in dem Sinn. Ich hatte mal eine Zeit in meinem Leben da ist es mir wirklich nicht gut gegangen über Jahre (...) Jetzt habe in in manchen Punkten das Gefühl ich könnte dort wieder landen und das macht mir Angst…“
Mit der Angst, wieder dort zu landen, sagt Dir Dein Körper, aufzupassen und Warnsignale zu beachten, d.h. aber nicht, dass sich diese Angst verwirklicht. Du kannst dieses Angstdenken unterbrechen, indem Du Dich auf das konzentrierst, was Du erreichen möchtest. Auch das ist ein Thema, das gut in einer Therapie behandelt werden kann. Vielleicht ist es Dir möglich, dort anstatt vager Andeutungen konkreter zu formulieren, worum es geht.
„… Es gäbe positive Dinge: ein Urlaub, ein Theaterbesuch, ein Besuch bei Freunden aber es fühlt sich nicht an wie es soll. Ich muss mich zwingen (oft meiner Familie zuliebe) und dann ist es maximal ok …“
Du sprichst hier von größeren Ereignissen, die aber oft hohe Energie einfordern, die Dir in Deiner jetzigen Stresssituation möglicherweise nicht zur Verfügung steht. Dann ist Dein Blick für Positives einfach blockiert. Ich sprach in meinem Beitrag davon, kleine Dinge bewusst wahrzunehmen und wertschätzen zu lernen… ein Mensch, der Dir ein Lächeln schenkt, die Spitze des ersten Krokus im Stadtpark (habe ich am Wochenende gesehen), ein neuer Tee, der Dir besonders gut schmeckt … Solche Kleinigkeiten, die in Deinem Inneren Großes bewirken können, nicht als selbstverständlich hinzunehmen, sondern ihnen bewusst Aufmerksamkeit zu schenken. So kann Dein Gehirn lernen, sich durch neue Erfahrungen und Gedanken auf Schönes zu konzentrieren, während negative Denkmuster schwächer werden.
„… Was die Freunde betrifft tu ich mir furchtbar schwer. Wenn ich etwas erzähle und ich dann vielleicht angelehnt werden würde, oder ich irgendwas empfinde dass sich jemand daraufhin distanziert ist das sehr schlimm für mich (…) Dann hab ich versucht das erzählte ein bisschen zu relativieren, indem ich erwähnt hab, dass die betreffenden Personen es im Leben auch sehr schwer hatten - was ganz eindeutig nicht so gut angekommen …“
Die Frage, wem kann ich vertrauen, wo sollte ich vorsichtig sein, ist nicht so einfach. Mein Vertrauen wurde auch schon enttäuscht. Sehr sogar. Ich habe dadurch gelernt, sehr langsam vorzugehen, mich zunächst zurückzuhalten, auch wenn etwas auf der Zunge brennt. Ich habe mit kleinen Dingen angefangen, bei denen eine Enttäuschung zu verkraften war, um zu sehen, wie der andere mit meinen Äußerungen umgeht. Wenn er das verantwortlich tat und ich merkte, dass er auch mir gegenüber offen war, konnte ich mich weiter öffnen. Vertrauen beruht auf Gegenseitigkeit und braucht Zeit.
Das wäre auch mein Vorschlag für Dich, so vorzugehen. Vielleicht hast Du etwas vorschnell reagiert, das ist ein Zeichen Deiner momentanen Überforderung und allzu menschlich. Nur weil eine Person (möglicherweise?) merkwürdig reagiert hat, heißt das nicht, dass alle Menschen so handeln. Manchmal sind auch eigene Erwartungen zu hoch, auch das führt zu Enttäuschungen. Wenn Du etwas anvertraut hast, finde ich es persönlich besser, dazu zu stehen, als hinterher zu relativieren. Wenn ich Vertrauen aufbauen möchte, wirkt es nicht unbedingt verlässlich, vorher Gesagtes abzuschwächen.
Liebe Grüße
Mit der Angst, wieder dort zu landen, sagt Dir Dein Körper, aufzupassen und Warnsignale zu beachten, d.h. aber nicht, dass sich diese Angst verwirklicht. Du kannst dieses Angstdenken unterbrechen, indem Du Dich auf das konzentrierst, was Du erreichen möchtest. Auch das ist ein Thema, das gut in einer Therapie behandelt werden kann. Vielleicht ist es Dir möglich, dort anstatt vager Andeutungen konkreter zu formulieren, worum es geht.
„… Es gäbe positive Dinge: ein Urlaub, ein Theaterbesuch, ein Besuch bei Freunden aber es fühlt sich nicht an wie es soll. Ich muss mich zwingen (oft meiner Familie zuliebe) und dann ist es maximal ok …“
Du sprichst hier von größeren Ereignissen, die aber oft hohe Energie einfordern, die Dir in Deiner jetzigen Stresssituation möglicherweise nicht zur Verfügung steht. Dann ist Dein Blick für Positives einfach blockiert. Ich sprach in meinem Beitrag davon, kleine Dinge bewusst wahrzunehmen und wertschätzen zu lernen… ein Mensch, der Dir ein Lächeln schenkt, die Spitze des ersten Krokus im Stadtpark (habe ich am Wochenende gesehen), ein neuer Tee, der Dir besonders gut schmeckt … Solche Kleinigkeiten, die in Deinem Inneren Großes bewirken können, nicht als selbstverständlich hinzunehmen, sondern ihnen bewusst Aufmerksamkeit zu schenken. So kann Dein Gehirn lernen, sich durch neue Erfahrungen und Gedanken auf Schönes zu konzentrieren, während negative Denkmuster schwächer werden.
„… Was die Freunde betrifft tu ich mir furchtbar schwer. Wenn ich etwas erzähle und ich dann vielleicht angelehnt werden würde, oder ich irgendwas empfinde dass sich jemand daraufhin distanziert ist das sehr schlimm für mich (…) Dann hab ich versucht das erzählte ein bisschen zu relativieren, indem ich erwähnt hab, dass die betreffenden Personen es im Leben auch sehr schwer hatten - was ganz eindeutig nicht so gut angekommen …“
Die Frage, wem kann ich vertrauen, wo sollte ich vorsichtig sein, ist nicht so einfach. Mein Vertrauen wurde auch schon enttäuscht. Sehr sogar. Ich habe dadurch gelernt, sehr langsam vorzugehen, mich zunächst zurückzuhalten, auch wenn etwas auf der Zunge brennt. Ich habe mit kleinen Dingen angefangen, bei denen eine Enttäuschung zu verkraften war, um zu sehen, wie der andere mit meinen Äußerungen umgeht. Wenn er das verantwortlich tat und ich merkte, dass er auch mir gegenüber offen war, konnte ich mich weiter öffnen. Vertrauen beruht auf Gegenseitigkeit und braucht Zeit.
Das wäre auch mein Vorschlag für Dich, so vorzugehen. Vielleicht hast Du etwas vorschnell reagiert, das ist ein Zeichen Deiner momentanen Überforderung und allzu menschlich. Nur weil eine Person (möglicherweise?) merkwürdig reagiert hat, heißt das nicht, dass alle Menschen so handeln. Manchmal sind auch eigene Erwartungen zu hoch, auch das führt zu Enttäuschungen. Wenn Du etwas anvertraut hast, finde ich es persönlich besser, dazu zu stehen, als hinterher zu relativieren. Wenn ich Vertrauen aufbauen möchte, wirkt es nicht unbedingt verlässlich, vorher Gesagtes abzuschwächen.
Liebe Grüße
Siehst du einen Riesen, so prüfe den Stand der Sonne und gib acht,
ob es nicht der Schatten eines Zwerges ist. Novalis
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Guten Morgen
Danke für deine ausführliche Antwort.
Ich werde es versuchen zu beherzigen, sowohl was die Therapieinhalte betrifft als auch den Versuch mich auch auf die kleinen Dinge zu konzentrieren bzw. ihnen Aufmerksamkeit zu schenken. Wenn mir nicht alles nur so banal oder weit weg vorkommen würde wäre es einfacher.
Ja im Nachhinein hat es mir leid getan, der Versuch zu relativieren war ein Versuch den vorigen Zustand wieder herzustellen. Vorher denken wäre die Devise.
Lg
Danke für deine ausführliche Antwort.
Ich werde es versuchen zu beherzigen, sowohl was die Therapieinhalte betrifft als auch den Versuch mich auch auf die kleinen Dinge zu konzentrieren bzw. ihnen Aufmerksamkeit zu schenken. Wenn mir nicht alles nur so banal oder weit weg vorkommen würde wäre es einfacher.
Ja im Nachhinein hat es mir leid getan, der Versuch zu relativieren war ein Versuch den vorigen Zustand wieder herzustellen. Vorher denken wäre die Devise.
Lg
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